Produktionsstätten müssen in effiziente Elektromotoren und Messtechnik investieren / Von Rainer Jaensch
Ab dem 1. Oktober 2018 müssen Elektromotoren in Singapur einen relativ hohen Standard an Energieeffizienz erfüllen. Dieses kündigte die staatliche Umweltbehörde NEA an. Darüber hinaus sind beim Bau neuer Produktionsstätten wie größerer Erweiterungen diese auf Möglichkeiten zur Energieeinsparung abzuklopfen. Zur Erfassung des Energieverbrauchs müssen die Unternehmen in Messtechnik investieren. Somit öffnen sich Geschäftschancen für effiziente Motoren und Messgeräte.
Singapurs Regierung scheint es mit ihrer Unterschrift unter den Pariser Klimaschutzvertrag ernst zu meinen. Um die Emissionsintensität im Stadtstaat bis 2030 um 36 Prozent unter das 2005er Niveau zu drosseln, wird die Nationale Umweltagentur (National Environment Agency, NEA) ab dem 1. Oktober 2018 neue Energieeffizienzregularien einführen. Diese zielen auf elektrische Motoren und Industrieanlagen. Die Anforderungen dienen der Verstärkung des bestehenden "Gesetzes zur Energieeinsparung" (Energy Conservation Act, ECA).
Auf der Basis von Energieverbrauchsberichten, die Unternehmen dank ECA eingereicht haben, waren Elektromotoren 2015 mit rund 80 Prozent die größten Elektrizitätsverbraucher. Somit setzen hierbei nun die neue Regularien vorrangig an. Die "internationale elektrotechnische Kommission" (International Electrotechnical Commission, IEC) hat die Motoren in vier Energieeffizienzklassen eingeteilt: Standard (IE1), High (IE2), Premium (IE3) und Super Premium (IE4). In Singapur wird nun ab dem 1. Oktober 2018 das Premiumniveau IE3 als Mindestanforderung für den Energieeffizienzstandard von Motoren gelten.


