Das Coronavirus hat die Wachstumserwartungen in der Slowakei 2020 zunichte gemacht. Durch einen frühen Lockdown konnte zwar relativ rasch eine Rückkehr zur Normalität starten. Wirtschaftlich aber ist es ein längerer Weg bis zum Vorkrisenstand, da sich Investitionen, Konsum, Exporte und Beschäftigung erst vom Corona-Schock erholen müssen.
"Die Wirtschaft hält den Atem an", überschrieb das Finanzministerium Mitte Juni 2020 seine makroökonomische Prognose. Diese sieht das Bruttoinlandsprodukt (BIP) real um 9,8 Prozent einbrechen. Die Kommission der Europäischen Union (EU) rechnet mit einem Rückgang um 6,7 Prozent. Beide Quellen gehen für 2021 von einem Aufschwung von 7 bis 8 Prozent aus. Doch dürfte die Volkswirtschaft ihr Vorkrisen-Leistungsniveau erst im Laufe 2022 wieder erreichen.


