Die slowakische Volkswirtschaft hat eine Winterrezession vermieden, wie sie ihre wichtigsten Handelspartner Deutschland, Tschechien und Ungarn erlebten. Trotz hoher Inflation und der politischen Lähmung nahm auch im 1. Quartal 2023 das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorjahr zu. Gegenüber dem Vorquartal war es ein Plus von 0,3 Prozent.
Wirtschaftsentwicklung: Gedämpft durch Inflation und Industrieschwäche
Der Konsum, der in den vergangenen beiden Jahren die Konjunktur stützte, gibt 2023 nach. Er leidet unter Preissteigerungen und Reallohnverlusten. Negativ wirkt sich auch der Abbau der Lagerhaltung aus. Wind in die Segel bringen die Anlageinvestitionen und ein höherer Handelsüberschuss.
Die Prognosen für das Wirtschaftswachstum 2023 liegen bei real 1,2 bis 1,7 Prozent. Für 2024 weichen sie stärker voneinander ab und reichen von 1,3 bis 3,3 Prozent. Seit Mitte 2022 ist die Stimmung deutlich schlechter als im langzeitigen Durchschnitt. Im Juni 2023 nahm der Pessimismus in allen Wirtschaftszweigen zu.


