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Slowenien

Sloweniens Wirtschaft legt an Tempo zu


Im ersten Halbjahr 2017 nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Slowenien deutlich kräftiger zu als im Vorjahr. Dabei lag das Wirtschaftswachstum über dem Durchschnitt der EU. Nur Tschechien, Lettland und Rumänien konnten im 2. Quartal 2017 bessere Ergebnisse vorweisen.

Die slowenische Wirtschaft profitiert dabei nach wie vor von der guten Auslandsnachfrage. Sowohl die Dienstleistungsexporte als auch die Güterausfuhren nahmen in der ersten Jahreshälfte 2017 überdurchschnittlich stark zu. Auch die Einfuhren stiegen in diesem Zeitraum ähnlich kräftig, was auf eine hohe Inlandsnachfrage sowohl beim Verbrauch als auch bei den Investitionen zurückzuführen ist. 

Ein starkes Wachstum wird im Bereich der privaten Investitionen in Ausrüstungen und Maschinen festgestellt. Das ist auf die hohe Auslastung der Produktionsanlagen, gute Geschäftsergebnisse und eine geringere Verschuldung der Unternehmen zurückzuführen. Auch die Bauinvestitionen ziehen seit Jahresanfang 2017 wieder an. Nach einem Rückgang der Investitionen des Staates im Vorjahr - bedingt durch eine schwache Absorption von EU-Geldern - wird auch 2017 noch keine wesentliche Verbesserung festgestellt. 

Auch der Arbeitsmarkt profitiert von der günstigen Konjunkturentwicklung. Die Arbeitslosenquote erreicht im 2. Quartal mit 6,4 % den niedrigsten Wert seit Ende 2009. Die Kehrseite der Entwicklung ist der zunehmende Fachkräftemangel, der zu einem Bremsfaktor für das Wirtschaftswachstum werden könnte.

Quelle: www.gtai.de