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Spanien

Spanien schnürt großes Hilfspaket für die Automobilbranche


Spanien schnürt großes Hilfspaket für die Automobilbranche

Die spanische Regierung stützt die Automobilhersteller im Land mit insgesamt 3,75 Milliarden Euro. Dazu gehören Kaufanreize und die Innovationsförderung.

Von Oliver Idem | Madrid

Eine besonders stark von der Coronakrise gebeutelte Branche in Spanien erhält massive Hilfen. Am 15. Juni 2020 verkündete Ministerpräsident Pedro Sánchez einen Impulsplan für die automobile Wertschöpfungskette. Der Plan enthält 20 Komponenten und ist mit insgesamt 3,75 Milliarden Euro dotiert. Er setzt sich aus Sofortmaßnahmen und ab 2021 gültigen Elementen zusammen.

Erneuerung der Fahrzeugflotte wird unterstützt

Zu den Sofortmaßnahmen gehört der Plan MOVES mit einem Budget von 100 Millionen Euro, um die Anschaffung von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben und den Aufbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge zu fördern. Zudem stellt Spanien 250 Millionen Euro für eine Abwrackprämie bereit. Ältere Pkw, Nutzfahrzeuge und Busse sollen durch emissionsarme oder emissionsfreie Kfz ersetzt werden. Auch die staatliche Fahrzeugflotte wird erneuert.

Steuermittel zur Förderung nachhaltiger Investitionen

Mit insgesamt 415 Millionen Euro werden industrielle Innovationen gefördert. Diese Mittel zielen unter anderem auf eine nachhaltige Mobilität (inklusive Wasserstoff) und ihre Infrastruktur ab. Zudem enthält der Plan Steueranreize in Höhe von 100 Millionen Euro. Damit sollen Investitionen in die elektrische, nachhaltige oder vernetzte Mobilität unterstützt werden. 

Im Gegenzug setzt sich die Automobilindustrie in Spanien das Ziel, verstärkt neue Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride zu entwickeln. Das Produktionsziel für 2030 lautet 700.000 bis 800.000 elektrifizierte Fahrzeuge.

Quelle: GTAI