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Spanien stärkt die Telekommunikationsinfrastruktur


Spanien stärkt die Telekommunikationsinfrastruktur | Branchen | Spanien | Internet, Telekommunikationsdienste

Die spanische Regierung baut die Basis der weiteren Digitalisierung des Landes aus. Hierzu wurden im Dezember 2020 Pläne für das Breitbandinternet und den 5G-Mobilfunk beschlossen.

17.12.2020

Von Oliver Idem | Madrid

Spanien steht von 2021 bis 2024 vor massiven Investitionen in die Telekommunikationsinfrastruktur. Insgesamt sollen 4,3 Milliarden Euro in eine verbesserte Konnektivität fließen. Davon enthält bereits der Staatshaushalt 2021 erste 883 Millionen Euro.

Im Mittelpunkt der Pläne steht die Versorgung der gesamten Bevölkerung mit schnellen Internetanschlüssen und der zuletzt ins Stocken gekommene Ausbau der 5G-Infrastruktur. Die für Mai 2020 vorgesehene Versteigerung von Frequenzen fiel dem ungünstigen Umfeld der Coronakrise zum Opfer.

Breitbandausbau soll 2025 abgeschlossen sein

Ziel des Konnektivitätsplans ist es, innerhalb der kommenden fünf Jahre der spanischen Bevölkerung schnelle Breitbandverbindungen von mindestens 100 Megabit pro Sekunde bereitzustellen. Dafür sind Investitionen von 2,32 Milliarden Euro vorgesehen. Der Regierung zufolge können 2020 bereits 84 Prozent der Spanier die schnellen Breitbandverbindungen nutzen.

Zu den Prioritäten des Plans gehört auch, Industriegebiete und Logistikzentren mit besonders leistungsfähigen Verbindungen auszurüsten. Laut der Wirtschaftszeitung Expansión sollen damit die Bedürfnisse von Unternehmen gedeckt werden, die stabile Verbindungen von einem Gigabit pro Sekunde benötigen.

Reichweite des Mobilfunks der 5. Generation wird erweitert

Für den 5G-Mobilfunk lautet das Abdeckungsziel 75 Prozent der Bevölkerung bis zum Jahr 2025. In diesen Ausbau fließen insgesamt 2 Milliarden Euro. Für 2021 sieht der Staatshaushalt erste 300 Millionen Euro vor. Um eine großflächige Abdeckung des Landes zu erreichen, sollen höhere Anreize für den Ausbau in dünner besiedelten Gebieten als in Ballungsräumen gewährt werden.

Für die neue Mobilfunkgeneration sind die Frequenzbereiche 700 MHz sowie 3,5 GHz und 26 GHz vorgesehen. Letztere sollen Unternehmen den Aufbau eigener privater Netze ermöglichen. Damit wären diese nicht mehr auf die Mobilfunkanbieter angewiesen.

Quelle: GTAI