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Spaniens Außenhandel mit Waren erholt sich


Spaniens Außenhandel mit Waren erholt sich | Wirtschaftsumfeld | Spanien | Außenhandel

Spanien verzeichnete 2020 um 15 Prozent niedrigere Importe und 10 Prozent weniger Exporte als im Vorjahr. Nach dem massiven Lockdown zogen die Zahlen ab Juni 2020 wieder an.

25.02.2021

Von Oliver Idem | Madrid

Spaniens Warenaußenhandel regeneriert sich nach dem tiefen Einbruch im Frühjahr 2020 zunehmend. Im Dezember 2020 lagen die Zahlen nur noch geringfügig unter denen des entsprechenden Vorjahresmonats: Die Importe blieben um 3,3 Prozent zurück. Die Exporte übertrafen das Niveau von Dezember 2019 sogar um 0,9 Prozent.

Im Gesamtjahr 2020 erwiesen sich chemische Erzeugnisse und Nahrungsmittel als die robustesten Warengruppen. Die stärksten Schwankungen wiesen Kfz und Kfz-Teile auf. Hier wirkten sich Lieferengpässe im Frühjahr, ein schwacher Kfz-Binnenmarkt und die Coronakrise auf wichtigen Zielmärkten aus. 

Durch die gedämpften Importe schrumpfte das Defizit im Warenhandel um 58 Prozent auf 13,4 Milliarden Euro. Die Europäische Union stand für 52 Prozent der Importe nach Spanien und nahm 61 Prozent der spanischen Exporte auf. Deutschland repräsentierte 12,4 Prozent der Einfuhren und 11,3 Prozent der Ausfuhren.

Warenimporte Spanien 2020 (in Millionen Euro)

Kategorie

Wert

Veränderung 2020/2019

Anteil am Gesamtimport

Investitionsgüter/Ausrüstungen

62.085,2

-9,7

22,6

chemische Erzeugnisse

49.429,6

-3,2

18,0

Konsumgüter

34.615,4

-10,6

12,6

Nahrungsmittel, Getränke, Tabak

33.967,2

-4,8

12,4

Kfz und Kfz-Teile

30.405,4

-24,7

11,1

gesamt

274.597,5

-14,7

100,0

Quelle: Außenhandelsdatenbank Datacomex

Die vor allem in der ersten Jahreshälfte niedrigen Preise für Energieprodukte reduzierten die spanische Warenhandelsbilanz auf der Import- und Exportseite um jeweils etwa 40 Prozent gegenüber 2019. Die Einfuhr von Erdöl, Gas und Kohle brach auf 27 Milliarden Euro ein, die Ausfuhr auf 12,5 Milliarden Euro. 

Warenexporte Spanien 2020 (in Millionen Euro)

Kategorie

Wert

Veränderung 2020/2019

Anteil am Gesamtexport

Investitionsgüter/Ausrüstungen

51.541,7

-12,6

19,8

Nahrungsmittel, Getränke, Tabak

51.304,1

5,5

19,6

chemische Erzeugnisse

40.595,5

-3,6

15,5

Kfz und Kfz-Teile

38.524,4

-12,9

14,8

Halbfabrikate (nicht chemisch)

26.462,0

-10,4

10,1

gesamt

261.175,5

-10,0

100,0

Quelle: Außenhandelsdatenbank Datacomex

Die Warenhandelsbilanz 2020 ist aussagekräftiger als die für Waren und Dienstleistungen zusammen. Bei den Dienstleistungsexporten wirkte als Sondereffekt, dass der Auslandstourismus um 72 Milliarden auf nurmehr 20 Milliarden Euro abstürzte.

Quelle: GTAI