Südafrika will mehr Fracht auf die Schiene bringen
Entscheidung über Eisenbahntrasse durch Swasiland Ende 2014
Johannesburg (gtai) - In Südafrika soll das Schienennetz wieder flott gemacht werden. Noch in den 80er-Jahren transportierte der staatliche Betreiber Transnet über 80% des Frachtaufkommens auf der Schiene. Aufgrund der Vernachlässigung der Infrastruktur übernahmen jedoch Lkw-Spediteure große Teile des Geschäfts. Mit umfassenden Modernisierungs- und Neubaumaßnahmen will Transnet nun verlorenen Boden gut machen. Vorhaben wie eine neue Trasse durch Swasiland nehmen Gestalt an.
Bis 2021 will Südafrikas staatseigener Logistikkonzern Transnet rund 210 Mrd. Rand (R; etwa 15 Mrd. Euro; 1 R = circa 0,07 Euro) in den Güterschienenverkehr investieren. Dies beinhaltet auch 700 km Streckenbau durch neue Trassen und Ausweichstellen. Damit soll der Anteil der per Schiene beförderten Fracht deutlich gesteigert werden. Bislang sind Lkw das dominierende Beförderungsmittel in der Kaprepublik. Von den 1,74 Mrd. t Gesamtfrachtaufkommen 2013 wurden lediglich 0,21 Mrd. t per Güterzug von Transnet transportiert. Dies entspricht einem Marktanteil von knapp 12%.


