Schwache Konjunktur könnte weiter abflauen / Bilateraler Handel zuletzt mit hohen Zuwächsen
Von Alexander Hirschle
Seoul (GTAI) - Südkorea liegt zwar geografisch weitab von den Geschehnissen in Europa. Doch aufgrund der intensiven Handelsverflechtungen und einer hohen Exportquote ist das asiatische Land in hohem Maße von den Geschehnissen auf den globalen Märkten abhängig. Aus diesem Grund befürchtet Korea vorwiegend Negativfolgen für die internationale Konjunktur. Aber auch der zuletzt erfolgreich bilaterale Handel mit dem Vereinigten Königreich und die Importe aus Deutschland könnten in Mitleidenschaft gezogen werden.
Auch in Südkorea hat die Brexit-Entscheidung der britischen Wähler hohe Wellen geschlagen. Direkt im Anschluss an die Meldung stürzte der Börsenindex Kospi um 3% ab, die Landeswährung Won gab um 2,5% gegenüber dem US-Dollar nach. Das Vereinigte Königreich gilt nach Einschätzung von Experten als zweitgrößter ausländischer Finanzinvestor in Südkorea.
In den Tagen vor dem Votum hatte die koreanische Regierung die Auswirkungen eines etwaigen Brexit in Presse-Verlautbarungen noch als "limitiert" bezeichnet. Die Effekte würden hauptsächlich in Europa spürbar - so die Stimmen. Die Handelszahlen mit dem Vereinigten Königreich seien relativ gering, sodass es keine umfangreichen direkten Folgen zu befürchten gäbe. Der bilaterale Außenhandel mit dem Königreich umfasste 2015 etwa 13,5 Mrd. US$, was 1,4% des gesamten koreanischen Außenhandels entsprach.


