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Republik Korea (Südkorea)

Südkorea will Feinstaubbelastung um 30 Prozent reduzieren


Ehrgeizige Zielsetzung bis 2022 / Kohlekraftwerke werden umgerüstet, erneuerbare Energien ausgebaut / Von Alexander Hirschle

Seoul (GTAI) - Die südkoreanische Regierung will den Kampf gegen die zuletzt stark gestiegene Feinstaubbelastung intensivieren. Ende September 2017 kündigten die Verantwortlichen in Seoul ein Maßnahmenpaket mit dem ehrgeizigen Ziel an, die Belastung bis 2022 um 30 Prozent im Vergleich mit dem derzeitigen Niveau zu reduzieren. Um dies zu erreichen, sollen alte Kohlekraftwerke ausrangiert und der Dialog mit China intensiviert werden. Ebenso ist geplant, stärker auf erneuerbare Energien zu setzen.

Die Regierung will bei der Bekämpfung der Luftverschmutzung neue Wege gehen. Bisher habe es zwar verschiedene Einzelmaßnahmen gegeben - allerdings seien diese sporadisch erfolgt und nicht abgestimmt gewesen, so die Stimmen. Durch den neuen umfassenden Ansatz soll das ambitionierte Ziel einer Reduktion von mehr als 30 Prozent bis zum Ende der Amtszeit von Präsident Moon Jae-in im Jahr 2022 erreicht werden. Gemäß dem neuen Plan soll die stärkste Reduzierung mit mehr als 40 Prozent im industriellen Sektor realisiert werden.

Bei einer erfolgreichen Umsetzung der nun veröffentlichten Maßnahmen soll die Zahl der Tage, an denen der Particulate Matter-Wert (PM) eine höhere Belastung als 50 Mikrometer pro Kubikmeter und damit eine schlechte Luftqualität aufweist, von 258 im Jahr 2016 bis 2022 auf nur noch 78 nach unten geschraubt werden. Auch soll der durchschnittliche PM-Wert in Seoul im gleichen Zeitraum von 26 auf nur noch 18 Mikrometer gedrückt werden. Der Vergleichswert in Tokyo lag 2016 bei knapp 14 Mikrometern.

Quelle: GTAI - Germany Trade & Invest