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Republik Korea (Südkorea)

Südkorea will weltgrößtes Halbleitercluster bauen


Südkorea versucht im internationalen Wettlauf der Halbleiterbranche zu klotzen. Im März 2023 kündigte das Land Investitionen in Höhe von circa 230 Milliarden US-Dollar (US$) in ein Halbleitercluster um Yongin, südlich von Seoul, an. Um das Projekt schnell voranzutreiben, hat die Regierung darauf verzichtet, eine Machbarkeitsstudie anzufertigen. Für besonders viel Aufsehen sorgte Mitte Januar 2024 die Ankündigung, die Investitionssumme für das Cluster auf umgerechnet 473 Milliarden US$ hochzuschrauben. Bis zum Jahr 2047 soll das Gesamtvorhaben umgesetzt werden.

Mit einer Fläche von 21 Millionen Quadratmetern soll das Gebiet um die Stadt Yongin (Provinz Gyeonggi) das größte Halbleitercluster der Welt werden. Bereits heute befinden sich in der Region 21 Halbleiterwerke, darunter zwei zu Forschungszwecken. Die vorgelegten Pläne sehen weitere 16 Chipfabriken vor, darunter drei zu Forschungszwecken. Insgesamt würde das Cluster im Jahr 2047 also 37 Halbleiterwerke beherbergen. Ein Schwerpunkt der Investitionen liegt auf schnellen Speicherchips, wie etwa solche mit hoher Bandbreite (high bandwith memory, HBM) und mit integriertem Prozessor (processing in memory, PIM).

Quelle: GTAI