Paris (bfai) - Frankreichs Markt für erneuerbare Energien expandiertein allen Bereichen. Die Kapazitäten der Photovoltaik haben sich in zweiJahren verdoppelt, die der Windenergie innerhalb von drei Jahrenverfünffacht. Auch die Wachstumsraten für Holzheizungen undSolarthermieanlagen lagen regelmäßig im zweistelligen Bereich. Alsbesonders lukrativ gilt das Segment der Windenergie, bei der deutscheFirmen ausgezeichnete Geschäftschancen haben.2005 begann sich der Markt explosionsartig zu entwickeln. Lag dasWachstum der Kapazitäten in den Jahren 2001 bis 2004 beidurchschnittlich 60% p.a., so erreichte es 2005 und 2006 jeweils fast100%. Ende 2006 werden die Kapazitäten bei voraussichtlich 1.500 MWliegen. Die Aussichten für die nächsten Jahre sind mehr als rosig. DieRegierung hat das Ziel vorgegeben, bis zum Jahr 2010 21% des Stroms auserneuerbaren Energiequellen (einschl. Wasserkraft) zu erzeugen. 2005waren es erst 11%.Die größten Geschäftsmöglichkeiten bietet ohne Zweifel die Windenergie.Nach den Wünschen der Regierung soll die Windkraftkapazität bis 2010auf 13.500 MW steigen. Dass dieses ambitiöse Ziel erreicht wird, giltin Branchenkreisen eher als unwahrscheinlich. Private Institute rechnenmit maximal 6.000 MW im Jahr 2010. Doch selbst um dieses Ziel zuerreichen, müssten pro Jahr durchschnittlich über 1.100 MW hinzukommen.Das Marktpontenzial ist offenkundig, 2006 expandieren die Kapazitätenum rund 740 MW, nachdem sie 2005 um 366 MW und 2004 um 148 MW gewachsenwaren. Diese relativ bescheidenen absoluten Zahlen korrespondieren mitenormen Wachstumsraten des Marktes: 2004 +45%, 2005: +147% und 2006+102%!Französische Hersteller spielen zur Zeit nur eine Nebenrolle bei derInstallation von Anlagen. 2005 entfielen auf den einzigen aktivennationalen Player - Vergnet - gerade lediglich 7%. Insgesamt hatten diebeiden inländischen Hersteller (Vergnet und Jeumont) Ende 2005 einenAnteil von 12% an den installierten Kapazitäten. Unter den siebenLieferanten des Jahres 2005 waren immerhin drei deutsche Unternehmen.Marktführer in den letzten Jahren war meist die Auricher GesellschaftEnercon, die 2005 auf Rang drei lag.Mit Repower hat im Jahr 2005 ein weiteres deutsches Unternehmen dieMarktführerschaft übernommen. Hilfreich mag dabei sein, dass diefranzösische AREVA mit fast 30% am Aktienkapital der Hamburger Firmabeteiligt ist. Im Mai 2006 unterzeichnete Repower einen Rahmenvertragmit der EDF Energies Nouvelles über die Lieferung weiterer 140 Anlagenbis zum Jahr 2008. Gute Nachrichten für die Produktionsstätten inDeutschland.Kontaktanschrift:Vereinigung der Unternehmen der Erneuerbaren EnergiequellenSyndicat des Energies Renouvelables37 rue la Fayette, 75009 ParisTel.: 00331/48 78 05 60, Fax: -48 78 09 07E-Mail: enr@enr.fr, Internet: www.enr.fr Quelle: bfai


