Deutschland importiert aus keinem anderen Land einen höheren Wert an Kraftfahrzeugteilen und -komponenten. Das hat sich auch durch Corona nicht geändert.
Die Kraftfahrzeugindustrie ist Tschechiens Schlüsselbranche. Sie strahlt weit in andere Zulieferbranchen aus wie Elektronik-Elektrotechnik, Metall- sowie Gummi- und Kunststoffverarbeitung. Nach der politischen Öffnung 1990 haben sich im Bereich Automotive verschiedene Original Equipment Manufacturer (OEM) und Hunderte von leistungsfähigen Zulieferern in bestehende Unternehmen eingekauft, auf der grünen Wiese angesiedelt oder in tschechischer Hand entwickelt. Der wachsende Preisdruck, den die Automobilhersteller auf ihre Lieferanten ausüben, stützte diesen Verlagerungstrend. Die Tschechische Republik bot ihnen technisch gut ausgebildete Fachkräfte, niedrige Löhne, Investitionsanreize und eine logistische Premiumlage.


