Fast 24 Prozent des Gesamtenergiebedarfs ist mit russischen Lieferungen verbunden. Besonders bei Erdgas zeigen sich enorme Herausforderungen.
Als Land ohne Meer ist die Tschechische Republik auf Solidarität in Europa und Kooperation mit den Nachbarn angewiesen. Deutschland und Tschechien werden enger zusammenarbeiten, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aus Russland so schnell wie möglich zu reduzieren. Darauf einigten sich Bundeskanzler Olaf Scholz und der tschechische Ministerpräsident Petr Fiala bei ihrem Treffen in Berlin Anfang Mai 2022. Dabei geht es laut Scholz auch darum, "mit Tschechien zusammen die notwendige Krisenvorsorge zu etablieren." Fiala zufolge wurden zwei konkrete Aspekte behandelt: Eine mögliche Erweiterung der Kapazitäten der Transalpinen Ölleitung TAL, um die tschechischen Raffinerien mit hinreichend Rohöl für die Erzeugung von Kraftstoffen zu versorgen. Und eine etwaige Mitnutzung der Kapazitäten des Flüssiggasterminals, das Deutschland in den kommenden Jahren bauen wird. Eine Arbeitsgruppe soll sich diesen Themen widmen.


