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Tschechische Republik

Tschechien und Nordrhein-Westfalen wollen Digitalisierung und Innovation fördern


Das wirtschaftlich stärkste Bundesland NRW möchte die Zusammenarbeit mit Tschechien ausbauen. Die Wirtschaftsbeziehungen beider Länder sind gut aufgestellt und sollten weiter vertieft werden, erklärten am Mittwoch der nordrheinwestfälische Vize-Wirtschaftsminister Günther Horzetzky und sein tschechischer Amtskollege, Eduard Muřický. Bei dem Treffen, das die Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer (DTIHK) zusammen mit NRW.INVEST organisierte, ging es insbesondere um die Bereiche Digitalisierung und Innovation sowie die Absatzmöglichkeiten für innovative tschechische Unternehmen.

NRW ist Deutschlands bevölkerungsreichstes und wirtschaftsstärkstes Bundesland. Für Tschechien ist das Land der drittwichtigste Handelspartner in Deutschland.

„14 Prozent der tschechischen Unternehmen in Deutschland haben ihren Sitz in NRW", so Staatssekretär Horzetzky. NRW und Tschechien sind sich sehr ähnlich. Beide Länder sind traditionell auf Industrie ausgerichtet.

Die Infrastruktur für Innovationen ist in NRW breit aufgestellt. Neben neun Fraunhofer-Instituten und wichtigen Universitäten gibt es seit kurzem ein Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0, das Unternehmen an digitale Lösungen heranführt.

„Den Unternehmen soll gezeigt werden, was möglich ist und der Wissenschaft soll nahe gebracht werden, was die Wirtschaft will", erklärte Wulf-Christian Ehrich, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund. Das Knowhow der Forschung müsse für KMUs verfügbar gemacht werden.

Bernard Bauer, Geschäftsführer der DTIHK, lobte die Initiative:

„Während große, internationale Unternehmen längst in die digitale Vernetzung ihrer Strukturen und Geschäftsbeziehungen investieren, dürfen KMUs den Anschluss nicht verpassen." Bedingung für die Implementierung der Industrie 4.0 sei eine geeignete Infrastruktur. „Dazu zählen die Ausbildung, neue Gesetzgebungen oder Änderungen bestehender Gesetze sowie fiskalische Hilfe für KMUs", meint Vizeminister Muřický mit Blick auf die Entwicklung in Tschechien.

NRW.Invest unterstützt ausländische Unternehmen dabei, im bevölkerungsreichsten Bundesland Fuß zu fassen. Die für Tschechien zuständige Projektmanagerin Elena Matekina lud die Unternehmen ein, sich in NRW zu engagieren. Das technische und organisatorische Niveau tschechischer Firmen sei bereits auf Augenhöhe mit deutschen Firmen, so Adam Jareš von CzechTrade Düsseldorf.

Quelle: DTIHK Tschechien