Tschechiens Möbelindustrie profitiert vom Aufschwung der Gesamtwirtschaft und der steigenden Inlandsnachfrage. Das Produktionsvolumen soll 2015 sogar den Vorkrisenrekord übertreffen. Dazu tragen neben dem wachsenden Absatz auf dem Heimatmarkt auch die Exporte bei. Gleichzeitig werden Importmöbel auf dem tschechischen Markt immer populärer. Deutschland ist der drittgrößte Lieferant nach Polen und der VR China. (Kontaktanschrift)
Acht Jahre hat es gedauert, bis Tschechiens Möbelindustrie ihren alten Rekordstand brechen konnte. Nach Berechnungen des Branchenverbands ACN und der Consultinggesellschaft Apicon wird es 2015 soweit sein. Die Inlandshersteller werden voraussichtlich ein Produktionsvolumen von rund 43 Mrd. Tschechischen Kronen erreichen (Kc; 1,6 Mrd. Euro, Wechselkurs am 2.11.15: 1 Euro = 27,10 Kc). Das wären etwa 1,3 Mrd. Kc mehr als im bisherigen Bestjahr 2007.
Damit ist Tschechiens Konjunkturaufschwung auch bei den Möbelherstellern angekommen. Nach neuesten Schätzungen der Regierung steigt das Bruttoinlandsprodukt 2015 um 4,5% und 2016 um weitere 2,7%. Vor allem die solide Binnennachfrage bei wachsenden Löhnen und minimaler Arbeitslosigkeit bringt Rückenwind. Für mehr Bedarf an Möbeln sorgen das zunehmende Volumen der Hypothekenkredite und der wiederbelebte Wohnungsbau


