Bislang dominieren vor allem Autofabriken und Maschinenbauer die slowakische Wirtschaft. Das ändert sich jetzt: Mehr als 500 junge Start-ups sorgen für Furore und erobern neue Märkte.
Halb Auto, halb Flugzeug – für 1,5 Millionen Euro: Geht es nach dem Start-up Aeromobil, surren zukünftig solche Hybridfahrzeuge durch die Luft. Noch in diesem Jahr möchte das slowakische Unternehmen einen Prototypen vorstellen.
Gas geben und losfliegen, über Staus und Baustellen hinweg – diesen Traum will das slowakische Start-up Aeromobil erfüllen. Sein fliegendes Auto soll spätestens 2020 für 1,5 Millionen Euro erhältlich sein. Idee, Design, Kapital: Alles stammt aus der Slowakei. Selbst die Montage erfolgt in dem kleinen Land zwischen Donau und Tatra.
Das fliegende Gefährt ist das spektakulärste, aber nicht das einzige Produkt slowakischer Gründer, das international für Furore sorgt. Der Start-up-Verband SAPIE schätzt die Zahl der jungen Wachstumsfirmen auf über 500. Längst etabliert sind Unternehmen wie Sygic, dessen Navigations-App Firmenflotten von Amazon bis DHL zur Routenplanung nutzen. Eset gehört zu den führenden Antivirenentwicklern, Pixel Federation programmiert populäre Computerspiele.
Seit fünf Jahren erlebt die Slowakei einen Start-up-Boom. Die Universitäten fördern den Gründerdrang ihrer Studenten, es entstehen Coworking-Büros und Business-Inkubatoren. Eine wachsende Schar privater Investoren unterstützt Ideen mit Risikokapital. Die Regierung hat das Potenzial erkannt, bietet Steuererleichterungen an und erlaubt seit diesem Jahr die Gründung einfacher Aktiengesellschaften, die als Anreize Mitarbeiteraktien ausgeben dürfen.


