Ägypten hat als eines der ersten arabischen Länder die Bedeutung dererneuerbaren Energien erkannt und zahlreiche Maßnahmen eingeleitet,diesen sich entwickelnden Sektor zu fördern.
Die 5. Internationale Konferenz und Ausstellung fürUmwelttechnologien, Dienstleistungen und Finanzierung „Environment2007“, die vom 21. bis 23. Mai 2007 in Kairo stattfand, brachte um die3000 Teilnehmer aus allen Teilen der Welt zusammen, unter ihnenMinister, Führungskräfte von internationalen, regionalen und nationalenOrganisationen sowie Unternehmensvertreter, um Themen wieEnergieeinsparung und erneuerbare Energien, Wasser undSchmutzwasseraufbereitung, Recycling und Luftverschmutzung zudiskutieren.
Umweltminister Maged George gab unumwunden zu, dass in Ägypten inSachen Umwelt noch ein deutlicher Handlungsbedarf bestehe. Erbezeichnete die Luftverschmutzung als eines der größten Probleme fürKairo. Die „Schwarze Wolke“, die seit 1999 jeden Herbst über derMetropole schwebe, wäre ein deutliches Anzeichen dafür. Sie entstündevor allem durch die illegale Verbrennung von ökologischem Abfall, diedurch die Entwicklung von alternativen Möglichkeiten zurBiomasseaufbereitung abgelöst werden könnte. Dazu bedürfe es aber einerBewusstseinsänderung.
Der Markt für erneuerbare Energien ist vielversprechend, da dieNachfrage nach Energie sich in den nächsten 30 Jahren mehr alsverdoppeln wird, obwohl Gas- und Rohölressourcen schrumpfen.Alternativen könnten nur saubere Kraftstoffe wie natürliches Gas, Wind-oder Solarkraft sein; dies vor allem auch für die zukünftigenGenerationen.
Besonders deutsches Know-how ist zur Nutzung der vorhandenenRessourcen im Bereich erneuerbarer Energien, aber auch zur Verbesserungder ökologischen Bedingungen in Ägypten, gefragt. Als ein Beispieleiner möglichen deutsch-ägyptischen Kooperation ist die geplanteErrichtung von drei Fabriken im Raum Alexandria zu nennen, in denenReisheu zu Sperrholz verarbeitet werden soll.
Weitere Informationen zum Thema „Umwelt“ erhalten Sie bei Marion Kussmann, E-Mail: marionkussmann@ahk-mena.com
Quelle: Horst Schiemann, E-Mail: schiemann@hannover.ihk.de


