direkte Bereichesauswahl

Ungarn

Ungarn will Einzelhandel stärker regulieren


Einige große Handelsketten in Ungarn wollen wegen der Krisensteuern bei den Investitionen kürzertreten. Gleichzeitig drängen sie auf das fristgerechte Auslaufen dieser Steuern Ende 2012. Die ungarische Regierung bereitet verschiedene Maßnahmen vor, die inländischen Händlern Vorteile bringen dürften. Beim Einzelhandelsumsatz ist der mehrjährige Abwärtstrend Mitte 2010 abgeebbt. Eine nachhaltige Erholung lässt voraussichtlich aber noch auf sich warten und ist vom Erfolg der neuen, wachstumsorientierten Wirtschaftspolitik abhängig.

Ein neuer ungarischer Gesetzentwurf sieht vor, dass künftig die Industrie- und Handelskammern der Neueröffnung von Geschäften zustimmen müssen. Bei solchen mit einer Fläche von mehr als 2.500 qm soll dies Sache der Ungarischen IHK (MKIK) sein. Kleinere Läden (unter 2.500 qm) bedürfen den Entwurf zufolge dagegen der Zustimmung der regionalen Kammern. Bisher hatten die Gemeinden in Genehmigungsfragen weitgehend freie Hand. Für Randgemeinden von Agglomerationszentren, vor allem der Hauptstadt Budapest, ist die Ansiedlung von Handelsunternehmen wirtschaftlich oft sehr attraktiv.

Quelle: gtai