Abfallwirtschaft, Abwasserbehandlung und erneuerbare Energien sind dieWachstumssparten im ungarischen Umweltschutz. DasUmweltschutzministerium erwartet in seinen Vorschlägen für die Jahre2007 bis 2013 Struktur- und Kohäsionsfondsmittel aus dem EU-Haushaltvon mindestens 3,9 Mrd. Euro. berichtet die Bundesagentur fürAußenwirtschaft (bfai), Köln, aktuell. Zu den EU-Mitteln kommen dieKofinanzierungen aus Staats- und Gemeindehaushalten hinzu sowie privateInvestitionen. Aus öffentlichen Kassen werden sie angesichts derBudgetprobleme Ungarns auf 15 Prozent der Projektsummen beschränktbleiben. Drei Viertel der Förderbeträge sollen auf Vorhaben inAbfallwirtschaft, Abwasserentsorgung und Rekultivierung von belastetenBöden aufgeteilt werden. Vor allem mit der Bodensanierung ist Ungarn inVerzug. Bei Abfällen lautet die neue Zielrichtung nun auch fürHausmüll: Trennen, Vorbehandeln und ggf. Verbrennen. Bis Ende 2009 mussUngarn u.a. die biologisch abbaubaren Abfallanteile auf die Hälftereduzieren und nicht standardgemäße Deponien schließen. Auftrieb erhältdie Recycling-Branche durch Abfallvorschriften, mit denen EU-Rechtumgesetzt wird beispielsweise für Elektro- und Elektronik-Altgeräte undzerkleinerte Gummireifen. In diesen beiden Sparten investieren dieDienstleister am Markt. Während die Aufbereitung von Schrott undAltpapier schon gut ausgebaut ist, hinkt z. B. das Bauschuttrecyclingden Vorgaben noch hinterher. Investitionsrückstände gilt es zudem beigefährlichen Abfällen auszugleichen. So sehen Marktbeobachter noch guteChancen für kleinere Verbrennungsanlagen für Spezialmüll, z.B.Infektionsabfälle der Krankenhäuser. In der Abwasserbehandlung stehenin den kommenden Jahren neue Projekte für Einzugsgebiete von 15.000Einwohnern an, deren Abwässer in Ungarn spätestens Ende 2010 geklärtwerden müssen. Bis Ende 2015 müssen alle EU-Abwasserstandards erfülltsein. Die nötigen Investitionen schätzt das Umweltschutzministerium bisdahin noch auf rund 1,2 Mrd. Euro. So sind z. B. noch 15.600 kmAbwasserrohre zu verlegen. Für Umwelttechnik weist das Angebot amungarischen Markt durch Importe und dem Engagement von Ausländern inder Produktion einen hohen ausländischen Anteil auf. Allen Ausländern,die am ungarischen Umweltmarkt partizipieren möchten, raten Expertendringend, dies nicht ohne einen potenten Partner vor Ort zu tun. Diesprachliche Barriere stellt dabei nur eine von mehreren Hürden dar, diedies erzwingen. So ist es Ausländern praktisch unmöglich, in lokaleNetzwerke vorzudringen. Die Sparte Erneuerbare Energien hat in Ungarneine Goldgräberstimmung erfasst. Fast täglich werden neueInvestitionspläne für Bioethanol-Anlagen bekannt. Biomasse stehtunangefochten im Fokus der Energiepolitiker. Auch Investitionen inWind- und Biogas-Kraftwerke sowie in geothermische Anlagen werden sichdynamisch entwickeln. Ausführliche Daten zu dem Umweltschutzmarkt inUngarn bietet ein Bericht der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai),Köln.Für Fragen zum Geschäft mit Partnern in Ungarn steht Ihnen in der IHKHannover Reinhard Wagner, Tel. (0511) 3107-339, zur Verfügung.Ansprechpartnerin für die Umweltmarktberatung bei derDeutsch-Ungarischen Industrie- und Handelskammer, Budapest, ist FrauErika Szabó, Tel. 0036 1 3457-641, E-Mail szaboe@ahkungarn.hu,Internet: www.duihk.hu.


