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China

Urbanisierung in China treibt Metallpreise


LONDON (Dow Jones)--Die Urbanisierung in China undim übrigen Asien wird auch in den kommenden Jahren für steigendeRohstoffpreise sorgen, meint Carmel Daniele, Chief Executive von CDCapital, und verweist auf die Wanderungsbewegung der chinesischenBevölkerung in die Städte. Auf dem World Mining Investment Congress inLondon erklärte Daniele, zurzeit finde in China die größteMassenmigration der Weltgeschichte statt. Jedes Jahr würden 30Millionen Menschen aus ländlichen Gegenden in die Städte umziehen. Dashabe einen der größten Superzyklen überhaupt ausgelöst und werde ihnauch weiter aufrecht erhalten. Es sei auch der letzte Superzyklus, denunsere Generation erleben werde, fügte sie hinzu. Jedes Jahr würden inChina zwei Städte von der Größe New Yorks aus dem Boden gestampft.China konsumiere dreimal mehr Metall als die USA, und zwar für deneigenen Verbrauch, nicht für den Export. Daniele wies zudem auf dasUrbanisierungspotenzial für Indien und den Rest Asiens hin. Innerhalbvon zehn Jahren werde die Bevölkerung Indiens die von Chinaübertreffen, in erster Linie, weil es dort keine Beschränkungen zurGeburtenkontrolle gebe. Zu einer anderen Beurteilung derRohstoffpreisentwicklung kommt Ian Gordon, Vice President von BolderInvestment Partners. Seiner Meinung nach wird der chinesischeRohstoffboom implodieren und einen globalen wirtschaftlichen "Fallout"verursachen, wie er zuletzt beim Börsencrash von 1929 verzeichnetworden war. "Wir begeben uns jetzt in den schlechtesten Teil desRohstoffzyklus, in dem die Kreditblase implodiert", sagte Gordon aufdem Kongress. Wenn erst einmal der chinesische Markt zusammenbreche,werde er die ganze Welt mit herunter ziehen, so wie das in den 1930erJahren der Fall gewesen sei. Nutznießer eines chinesischen Crash werdeGold sein. Das Edelmetall werde seine Rolle als monetäres Werkzeugwiederfinden, und die Anleger würden sich erneut diesem Markt zuwenden,um ihre Vermögen zu sichern. Philip Klapwijk, Executive Chairman vonGFMS, sieht für Gold vor allem die Chance, von zusätzlichen Zuflüssenan Investmentkapital zu profitieren. Im Vergleich zu anderenAssetklassen sei die Geldanlage im Goldsektor immer noch marginal. Indem Maße, wie Anleger ihr Investment in Commodities verstärkten, werdeGold sogar indirekt profitieren. Im Falle eines globalenwirtschaftlichen Abschwungs würden allerdings auch die Preise derCommodities leiden, und das könne auch zur Liquidation vonGoldpositionen führen. Traditionell sei das Edelmetall aber ein Assetmit niedrigem Risiko und einer geringen und negativen Korrelation zuAktienkursen.


Quelle DowJones/NfA/18.5.2007


Letzte Änderung: 18.05.2007 durch Klaus Bleibaum