Der US-Maschinenmarkt befindet sich in einer frühen Erholungsphase. Seit Ende 2009 haben sich wichtige volkswirtschaftliche Indikatoren verbessert, die diesen Rückschluss zulassen. Für 2010 kann von einer anziehenden Nachfrage nach Maschinenbauerzeugnissen ausgegangen werden. Mit angepassten und hochmodernen Lösungen können deutsche Branchenunternehmen auf dem US-Markt derzeit nachhaltig punkten.
Zu den positiven Makroindikatoren zählte im März 2010 der im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,6% (Jahresrate) gestiegene Investitionsgüterausstoß. Der gesamte Industrieoutput legte in diesem Zeitraum um 4,0% und der Umsatz mit Vor- und Ausgangsmaterialien um 5,7% zu. ......
... Positiv auswirken dürfte sich wiederum die in der jüngsten Vergangenheit unterlassenen und nunmehr nachzuholenden Investitionen zur Wartung und Reparatur des bestehenden Maschinenparks. Zudem müssen die Lager zunehmend neu aufgefüllt werden (die Lagerbestände in der Industrie lagen im November 2009 um 11% unter dem analogen Vorjahreswert).
Im Vergleich zu Ersatzteilen und Dienstleistungen zur Wartung und Reparatur dürften sich komplette Maschinen vorerst weniger gut verkaufen lassen, zumal bestehende Anlagen nur zum Teil ausgelastet sind. Hier schlagen die ungewisse wirtschaftliche Zukunft nach dem Auslaufen des US-Konjunkturprogramms sowie die immer noch suboptimale Kreditausteilung der Geschäftsbanken durch. Letzteres schadet insbesondere kleinen und mittlelgroßen Unternehmen mit einer nur geringen Eigenkapitalausstattung. Absatzfördernd wirken sich dagegen die Markteinführung neuer oder verbesserter Maschinentypen sowie der Austauschbedarf bei vollständig verschlissenen Maschinen aus.
Für den innovativen deutschen Maschinenbau eröffnen sich an dieser Stelle Geschäftschancen. Mit angepassten und hochmodernen Lösungen kann auf dem US-Markt in der derzeit vorsichtigen Erholungsphase nachhaltig gepunktet werden. Zwar entwickelten sich die deutschen Maschinenexporte in die USA 2009 stark rückläufig. Dieser Einbruch wird sich 2010 aller Voraussicht nach nicht wiederholen, zumal von der niedrigen Ausgangsbasis aus dem Vorjahr durchgestartet werden kann.


