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Mexiko

Veränderte Rahmenbedingungen auf Mexikos Pharmamarkt


Zulassung hat sich stark verbessert / Markt birgt dennoch einige Tücken / Von Florian Steinmeyer

Anbieter von Medikamenten treffen in Mexiko seit einigen Jahren auf ein einfacheres Zulassungsverfahren, das weiter verbessert werden soll. Allerdings birgt das Geschäft mit öffentlichen Abnehmern weiter Herausforderungen. Neue Vertriebsformate sind auf dem Vormarsch, so die am Behandlungserfolg orientierte Bezahlung.

Der Zugang zum mexikanischen Pharmamarkt hat sich in den vergangenen Jahren stark verbessert. Seit 2012 hat die Befreiung von über 2.200 unbedenklichen Erzeugnissen von der Registrierungspflicht und die Beschleunigung von Verfahren seitens der Zulassungsbehörde Cofepris (Comisión Federal de Prevención contra Riesgos Sanitarios) die Markteintrittsbarrieren gesenkt. Im Februar 2017 gab die Behörde bekannt, dass bei gewissen Änderungsanträgen, die ein bereits zugelassenes Produkt betreffen, gleichzeitig eine Verlängerung der Zulassung beantragt werden kann. Dies soll Stoßzeiten bei Verlängerungsanträgen vermeiden.

Der Verband der forschenden Pharmaindustrie (Asociación Mexicana de Industrias de Investigación Farmacéutica - Amiif) zeigt sich mit der Entwicklung zufrieden. "Zwischen Mai 2016 und April 2017 hat Cofepris über 60 Registrierungen für innovative Medikamente erlassen", sagt Cristóbal Thompson, Geschäftsführer von Amiif. Dadurch können zum einen seltene Krankheiten in Mexiko besser bekämpft werden, zum anderen wird das Land attraktiver als Standort für die klinische Forschung.

Quelle: GTAI - Germany Trade & Invest