Die Hauptstadt Prag wird mit der chinesischen Hauptstadt Peking einen Kooperationsvertrag unterzeichnen. Dies hat am Donnerstag die Prager Stadtverordnetenversammlung mit einer Mehrheit von 35 von 65 Stimmen beschlossen. Beide Städte werden laut Vereinbarung in den Bereichen Handel, Tourismus, Kultur, Bildung, Gesundheit, Verkehr und Bürgerservice zusammenarbeiten. Vereinbart werden auch regelmäßige Treffen von Repräsentanten beider Städte.
Die Vereinbarung wird von Politikern unterschiedlicher Parteien kritisiert, weil sie ein Bekenntnis zur Ein-China-Politik beinhaltet. Dies betreffe die Außenpolitik Tschechiens und habe in einem Vertrag zwischen Städten nichts zu suchen, bemängelten unter anderem Miroslav Kalousek (TOP 09) und Matěj Stropnický (Grüne). Die Ein-China-Politik ist eine politische Prämisse der Volksrepublik China, die auf eine Nichtanerkennung Taiwans abzielt.


