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Tschechische Republik

Vergütungsreport 2016: die Gehälter in Tschechien werden um 3,2 Prozent wachsen


Die Unternehmen blicken dieses Jahr optimistischer in die Zukunft. Während die geplanten Gehaltserhöhungen letztes Jahr im Durchschnitt bei 2,5 Prozent lagen, sind es dieses Jahr 3,2 Prozent. Der tschechischen Wirtschaft geht es sehr gut und das zeichnet sich auch in der Vergütung ab. „Die Firmen haben letztes Jahr die Gehälter ihrer Angestellten im Durchschnitt um 4,5 Prozent erhöht, also sogar um zwei Prozentpunkte mehr als sie ursprünglich geplant hatten. Das ist der höchste Zuwachs in den letzten vier Jahren. Man kann sehen, dass die tschechische Wirtschaft wächst und mit ihr auch die Gehälter, worauf ebenfalls der steigende Binnenkonsum hindeutet“, kommentiert DTIHK-Geschäftsführer Bernard Bauer die Umfrageergebnisse.
Der Vergütungsreport gibt detailliert Auskunft über Gehaltsstruktur und spezifische Faktoren, welche die individuelle Vergütung beeinflussen. Bei den Einstiegsgehältern bestehen deutliche Unterschiede zwischen den Fachrichtungen: Über das höchste Einstiegsgehalt können sich die Absolventen von Ingenieurwissenschaften-IT und Rechtswissenschaften freuen, gefolgt von denen der Wirtschafts- und Naturwissenschaften. Am unteren Ende der Skala liegen die Einstiegsgehälter sozialwissenschaftlicher Ausbildungsgänge.
Gehaltsstufungen hängen von der Position, der individuellen Mitarbeiterleistung und der Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt ab. Am besten werden in der Regel Fach- und Führungskräfte in der Finanz- und Versicherungsbranche entlohnt. Weit über dem Durchschnitt liegen auch die Gehälter in den Bereichen Unternehmensberatung und Consulting, Umwelttechnik, Versorgung und Recycling oder Gummi und Kunststoffwaren, die unter anderem für die Automobilindustrie sehr wichtig sind. Die Höhe des Arbeitsentgelts variiert zudem stark nach Unternehmensstandort: Während in Prag die Gehälter von Fach- und Führungskräften um 35 Prozent über dem Landesdurchschnitt lagen, blieben sie etwa in Südböhmen und in Südmähren um 19 bzw. 14 Prozent unter dem Durchschnitt.

Quelle: IHK Prag