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Mexiko

Wasserreinigung in Mexiko mit geteiltem Ausblick


Im mexikanischen Wasser- und Abwassersektor kommen die Impulse 2016 und voraussichtlich auch 2017 eher aus der Privatwirtschaft als aus dem öffentlichen Bereich. Die niedrigen Staatseinnahmen infolge des geringen Ölpreises haben dazu geführt, dass der Haushalt für 2016 im Februar gekürzt wurde. Im privaten Sektor benötigen vor allem Getränke- und Nahrungsmittelkonzerne Wasseraufbereitungstechnik. Auch der Wohnbau hat Bedarf an Wasserfiltern und -pumpen. (Internetadressen)

Die Programme des mexikanischen Umweltministeriums, welche die Wasserwirtschaft betreffen, müssen 2016 zusammen knapp 2,6 Mrd. mexikanische Peso (mex$; rund 132,1 Mio. Euro; 1 mex$ = 5,0801 Euro-Cent, Referenzkurs März 2016) und damit rund 14,5% einsparen. Alleine für Großprojekte wie den Tunel Emisor Oriente und das Sistema Cutzamala stehen etwa 1 Mrd. mex$ weniger zur Verfügung. Hinzu kommen finanzielle Einschnitte beim staatlichen Erdölkonzern Pemex, der zuletzt in die Wasserentsorgung seiner Raffinerien investiert hat.

Robert Bischof, Geschäftsführer des Wasserreinigungsspezialisten Aquaozon, geht davon aus, dass die öffentliche Nachfrage erst ab 2018 wieder anzieht: "Im Moment investieren die Gemeinden zu wenig. Angesichts der Finanzlage geht es ihnen eher darum, die vorhandene Infrastruktur am Laufen zu halten, als neue Leitungen und Kläranlagen zu errichten. Es wird wohl einen enormen Nachholbedarf geben, wenn wieder mehr Haushaltsmittel zur Verfügung stehen."

Quelle: GTAI - Germany Trade and Invest