Stellungnahme der Deutsche Beratergruppe Ukraine:
Nach einer erheblichen Abwertung 2008 und einer kurzen Phase in 2009 mit einem flexiblen Wechselkurs, hat die Nationalbank 2010 den Kurs der Hryvnia zum US-Dollar de facto wieder fixiert. Seit August 2011 ist allerdings ein starker Druck auf die Währung zu verzeichnen.
Die Nationalbank reagierte erstens mit Verkäufen von Devisenreserven, deren Niveau von 38 auf 31 Mrd. USD gesunken ist. Zweitens wurde die Geldpolitik gestrafft, wodurch die Realzinsen enorm angestiegen und die Wachstumsaussichten gesunken sind. Drittens wurden administrative Maßnahmen eingeführt, die das Vertrauen in die Währung schmälern. Die volkswirtschaftlichen Kosten der Wechselkursfixierung sind daher sehr hoch, ohne jedoch einen signifikanten ökonomischen Vorteil mit sich zu bringen.
Aus unserer Sicht sollte der Wechselkurs flexibilisiert werden, um in Zukunft abrupte und folgenschwere Anpassungen zu vermeiden
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