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Spanien

Weiteres Hilfspaket für spanische Unternehmen


Anfang Juli 2020 hat der spanische Ministerrat ein Hilfspaket mit 40 Milliarden Euro Investitionsbürgschaften sowie 10 Milliarden Euro Liquiditätshilfen beschlossen.

Von Oliver Idem | Madrid

Um die spanische Wirtschaft nach der Coronakrise wieder in Schwung zu bringen, hat der spanische Ministerrat eine Finanzspritze von insgesamt 50 Milliarden Euro beschlossen. Das neue Paket setzt sich aus 40 Milliarden Euro Bürgschaften für unternehmerische Investitionen und einem Fonds zur Sicherung der Solvenz von strategisch bedeutsamen Unternehmen zusammen.

Umwelt und Digitalisierung im Fokus

Bei den Bürgschaften für Investitionen von Unternehmen geht die Regierung den gleichen Weg wie bei dem laufenden 100-Milliarden-Euro-Programm für Selbstständige und Unternehmen mit maximal 250 Mitarbeitern. Auch für die Koordinierung der neuen Tranche von 40 Milliarden Euro wird das Instituto de Crédito Oficial zuständig sein. Zielbereiche der Förderung sind  Digitalisierung und Umweltverträglichkeit. In diesen Feldern geht die Regierung von einem besonders hohen Mehrwert der industriellen Investitionen aus.

Befristete finanzielle Hilfen für strategisch wichtige Unternehmen

Der Solvenzfonds wird laut der Regierung mit 10 Milliarden Euro ausgestattet und von der Sociedad Estatal de Participaciones Industriales verwaltet. Diese Mittel sind für Nichtfinanzunternehmen mit Schwierigkeiten aufgrund der Coronakrise vorgesehen. Die Gelder sollen zur zeitweisen Überbrückung dienen und den Unternehmen auf verschiedenen Wegen zur Verfügung gestellt werden. Presseberichten zufolge könnte auch die Fluggesellschaft Iberia solche Mittel erhalten.

Quelle: GTAI