Energieministerium glaubt an Zubau von über 6 GW bis 2020 / Unsicherheit durch Energiereform / Von Florian Steinmeyer
Mexiko-Stadt (gtai) - Die mexikanische Regierung setzt auf die Windkraft, um ihre ehrgeizigen Ausbaupläne für erneuerbare Energien umzusetzen. In der ersten Ausschreibung für saubere Elektrizität nach den neuen Regeln der Energiereform entfiel jedoch nur ein Viertel der vergebenen Leistung auf Windkraftanlagen. Die Energiereform öffnet den mexikanischen Strommarkt und sorgt so für neue Geschäftsbedingungen. Neben technischer Ausrüstung benötigen die Projektplaner Know-how aus dem Ausland. (Internetadressen)
Mexiko steht bei der Stromversorgung vor zwei zentralen Herausforderungen: Das Wachstum von Industrie und Bevölkerung führt dazu, dass die Erzeugungskapazitäten ständig ausgebaut werden müssen. Zwischen 2014 und 2027 wird sich die installierte Leistung voraussichtlich von 62,2 auf 114,9 Gigawatt nahezu verdoppeln. Zudem hat sich die Regierung beim Wandel hin zu erneuerbaren Energieträgern ehrgeizige Ziele gesetzt. Bis 2024 sollen 35% des Stroms aus nichtfossilen Quellen stammen, 2050 bereits 50%.
Eine wichtige Rolle nimmt dabei die Windenergie ein. Für den erhofften Zubau von über 6 GW Windkraftkapazität in den nächsten Jahren werden Investitionen von rund 13 Mrd. US$ benötigt. Die Energiebehörde Cenace schreibt die Kapazitäten öffentlich aus, welche die Gewinner der Auktionen dann in langfristigen Verträgen an den staatlichen Energieversorger CFE verkaufen oder auf dem Strommarkt anbieten.


