direkte Bereichesauswahl

Bosnien und Herzegowina

Wirtschaftsentwicklung in Bosnien und Herzegowina


Bereits das dritte Jahr in Folge setzt sich das Wirtschaftswachstum in Bosnien und Herzegowina fort. In 2015 und 2016 legte das Bruttoinlandsprodukt um jeweils 3,1% zu. Für 2017 wird erneut ein Wachstum von über 3% erwartet.

Die Konjunktur wird vor allem durch die Exporte gestützt. Im ersten Halbjahr nahmen die Warenlieferungen ins Ausland bereits um 15% zu. Im ersten Halbjahr schnitten dabei Energieträger mit einem Plus von 51% am besten ab, dahinter folgten Zwischenprodukte mit 17% und Konsum- und Investitionsgüter mit Zuwächsen von 9 und 7%.

Die Importe des Landes erhöhten sich wertmäßig im ersten Halbjahr um 11,6%. Auch hier verbesserten sich die Energieträger mit einem Einfuhrplus von 44% am deutlichsten (Halbfertigwaren und Investitionsgüter 9%, Konsumgüter 6%).

Mit dem Zerbrechen der regierenden Koalition hat sich zwar das politische Klima weiter eingetrübt, allerdings zeigt sich die Investitionsneigung davon relativ unbeeindruckt und steuert laut Prognosen in 2017 auf eine Verbesserung von 4% zu. Dabei geben vor allem die Direktinvestitionen ausländischer Investoren nennenswerte Impulse.

Zudem liefert der gestärkte private Verbrauch mit erwarteten 2,5% positive Impulse. Gestützt wird diese Entwicklung durch Zuwächse bei Löhnen und Gehältern. Der landesweite Durchschnittslohn lag im Mai um 2,7% höher als im Gesamtjahr 2016. Außerdem lässt die anhaltend hohe Sparquote auf gezielte Konsumzurückhaltung und damit verschobene Käufe der Konsumenten schließen. Mittelfristig rechnet man also mit einer stärker anziehenden Nachfrage der Bevölkerung.

Quelle: www.gtai.de