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Ungarn

Zahl der Insolvenzen hat zugenommen


BUDAPEST (Dow Jones)--In Ungarn waren bis zur Mittedieses Jahres rund 7.300 Unternehmen zahlungsunfähig, das sind um 14%mehr als im Vorjahreszeitraum. Das berichtete die ungarischeNachrichtenagentur MIT unter Berufung auf eine Analyse der ungarischenTochter des Kreditversicherungsunternehmens Coface. Die anfälligstenBranchen in Ungarn seien die Textilproduktion und die Bauwirtschaft.Aus diesen Bereichen waren 3,11 respektive 2,71% der Unternehmenzahlungsunfähig. Weniger riskant seien Sektoren wie chemische
Industrie, Tourismus und Transportwesen,
sagte der Geschäftsführer von Coface Hungary, Mikael Szabo. Mitdiesen Quoten liege Ungarn mit Portugal auf dem ungünstigsten Platz inEuropa. Von den 1,2 Millionen ungarischen Privatunternehmen seien nur40.000 kreditwürdig. Als ungarische Eigenheit bezeichnete Szabo dieTatsache, dass Waren zwischen dem Generalimporteur und demEndverbraucher oft sogar einen Weg durch sechs Firmen zurücklegen.Viele dieser Zwischenhändler würden nun
durch die andauernde Schwäche der Landeswährung Forint und diejüngst beschlossenen Steuererhöhungen "durch den Rost fallen". Zudemgebe es in Ungarn ebenso viele Kleinläden wie in Großbritannien unddamit zu viele. Auch die Baubranche leide an einem Überangebot. InUngarn gebe es 54.000 Baufirmen, die zusammen fünf bis siebenmalweniger Umsatz machen als die rund 8.000 Baufirmen im NachbarlandÖsterreich.

Quelle:
Nachrichten für Außenhandel
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Letzte Änderung: 13.07.2006 durch Arno Bach