Schwache Konjunktur schlägt sich in Zahlungsmoral nieder / Von Florian Steinmeyer
Mexiko-Stadt (GTAI) - Die verhaltene Wirtschaftslage beeinträchtigt die Zahlungsmentalität mexikanischer Kunden. Lieferanten sollten vor dem Geschäftsabschluss umfangreiche Auskünfte einholen.
Zahlungsverkehr
Mexiko gehört in Lateinamerika zu den schwierigsten Märkten, was das Zahlungsverhalten angeht. Trotzdem fragen heimische Kunden aufgrund der hohen Finanzierungskosten häufig nach einem Kredit. Dieser sollte jedoch erst gewährt werden, wenn durch gefestigte Lieferbeziehungen Vertrauen aufgebaut wurde.
Zunächst raten deutsche Firmenvertreter dazu, auf eine Zahlung von 50 Prozent per Vorkasse zu bestehen. Die restliche Hälfte wird bei Übermittlung der Versandbestätigung fällig. Im späteren Geschäftsverlauf kann die Abwicklung zum Beispiel auf 30 Prozent Vorkasse, 20 bis 30 Prozent gegen Versanddokumente und den Rest auf Kredit gewährt werden. Laut Atradius werden 45 Prozent aller B2B-Geschäfte im Land zumindest teilweise per Kredit abgewickelt.
Bei großen Aufträgen auf Kredit sollten Lieferanten auf befristete Wechsel (pagarés) zurückgreifen. Akkreditive sind bei den Kunden unbeliebt und werden immer seltener eingesetzt. Zahlungsziele liegen bei kleineren Kunden in der Regel bei 30 Tagen oder darunter. Im Fall von Großkunden können sie 90 bis 180 Tage betragen. In Geschäften mit der Regierung sind Fristen von rund 100 Tagen üblich.
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