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Mexiko

Zentrales Instrument Mexikos ist das PRONASE-Programm


Mexiko macht im Energiebereich zurzeit eine umfassende Transition durch. Die 2013 beschlossene Energiereform liberalisiert die Elektrizitätswirtschaft und die Öl- und Gasindustrie. Beide Bereiche waren bislang zum größten Teil in staatlicher Hand. Die Staatskonzerne Comisión Federal de Electricidad (Elektrizität) und Pemex (Öl und Gas) verlieren ihr Monopol, werden aber durch die Fortführung der bestehenden Aktivitäten wichtige Marktteilnehmer bleiben.

Die Verbesserung der Energieeffizienz ist ebenfalls ein erklärtes Ziel der Regierung, die Maßnahmen bleiben in der öffentlichen Wahrnehmung jedoch hinter denen der Energiereform zurück. Zentraler Maßnahmeplan ist das Nationale Programm zur Nachhaltigen Nutzung von Energie (Programa Nacional para el Aprovechamiento Sustentable de Energía - PRONASE), das regelmäßig aktualisiert wird. Es richtet sich an die Bereiche Transport, Beleuchtung, Gebäudebau, Haushaltsgeräte, Kraft-Wärme-Kopplung, elektrische Motoren und Wasserpumpsysteme.

Um eine höhere Energieeffizienz zu erreichen, gibt die aktuelle Fassung (PRONASE 2014 - 2018) sechs Ziele vor: Die Einführung von Programmen und Maßnahmen zur Verbrauchsoptimierung, Verbesserung der Regulierung, Stärkung von relevanten Institutionen, Schulung von Energiemanagern in öffentlichen und privaten Einrichtungen, Bildungsarbeit und Unterstützung der Forschung. Für jedes Ziel gibt es Vorgaben, beispielsweise soll die Energieintensität - gemessen am Primärenergieverbrauch im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt - bis 2018 gleichbleibend bei rund 667 Kilojoule/US$ und damit auf dem Niveau von 2012 liegen.

Quelle: GTAI - Germany Trade and Invest