Die gesamten Bauinvestitionen legten um 4 Prozent zu, besonders der Wohnungsbau entwickelt sich dynamisch.
Stockholm, gtai - Schwedens Bauwirtschaft konnte das Jahr 2010 mit einem Investitionsplus von 4% abschließen. Die gesamten Investitionen in diesem Zweig beliefen sich nach Angaben des schwedischen Bauverbands Sveriges Byggindustrier auf 266 Mrd. Schwedische Kronen (skr; rund 27,9 Mrd. Euro, durchschnittlicher Wechselkurs 2010: 1 Euro = 9,54 skr). Für 2011 erwarten die Experten eine Zunahme um 8 Prozent, die sich 2012 auf 3 Prozent verlangsamen soll. Sorgen bereitet derzeit eine überraschende Abschwächung der Baukonjunktur, die der Bauverband im August meldete. Die Auswirkungen auf das Gesamtjahresergebnis sind jedoch schwer einzuschätzen. Im Jahr 2010 legten die erteilten Baugenehmigungen um 21 Prozent gegenüber 2009 zu. Im 1. Halbjahr 2011 setzte sich dieser Trend mit einer Zunahme um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr fort.
Für deutsche Anbieter gelten die Auftragschancen besonders wegen der relativen Marktnähe und der in einigen Bereichen ausgelasteten Kapazitäten der schwedischen Baufirmen als gut. Experten zufolge sind in Schweden zudem die Preise für Bauleistungen und -material relativ hoch. Auch in dieser Hinsicht gilt der Markt für ausländische Akteure als attraktiv.


