Vortrag von Dr. Hanns Günther Hilpert, Stiftung Wissenschaft und Politik mit anschließender Podiumsdiskussion
Japan und die EU haben ein bilaterales Freihandelsabkommen vereinbart. Bis Jahresende 2018 soll das Abkommen unterschriftsreif sein. Mit der avisierten Liberalisierung des Güter-, Agrar- und Dienstleistungshandels entstünde die weltweit größte Freihandelszone - parlamentarische Ratifizierung vorausgesetzt. Japan und Europa senden ein starkes Signal gegen Abschottung, für freien Handel und die Modernisierung der globalen Handelsregeln. Das Freihandelsabkommen eröffnet umfangreiche Chancen für eine Belebung des bilateralen Handels, Dienstleistungs- und Investitionsverkehrs. Beide Seiten dürfen mit Wachstums- und Wohlstandsgewinnen rechnen. Andererseits werden sich einige wenige Branchen auf einen härteren Wettbewerb einzustellen haben.
Im Anschluss an den Vortrag werden im Rahmen einer moderierten Podiumsdiskussion die ökonomische und politische Dimension des Freihandelsabkommens aus unterschiedlicher Perspektive erörtert. Die Panelisten nehmen dabei Bezug auf die Interessen und Erwartungen aus Sicht der Europäischen Gemeinschaft, Japans und Deutschlands. Angesprochen werden sollen Chancen und Perspektiven für die Ökonomie der Vertragspartner, noch verbleibende oder zu verhandelnde Restriktionen in einzelnen Sektoren und nicht zuletzt die Auswirkungen erweiterter Handelsbeziehungen auf die politische Partnerschaft zwischen der EU und Japan.


